Sonderschau Motorsport

Im Fokus: Legendäre Rennwagen aus der DDR

Die Motorsport-Sonderschau in Halle 21 macht die Motorworld Classics Berlin dieses Jahr zu einem Treffpunkt für alle Rennsportfans. Besucher erleben hier Motorsportgeschichte und Formel-Feeling.

 

 

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Der Melkus RS1000 feiert seinen 50. Geburtstag

Dass auch im Osten Deutschlands mit viel Liebe und Engagement formschöne Sportwagen gebaut wurden, zeigt die Firma Melkus aus Dresden. Heinz Melkus brachte 1969 den in Handarbeit hergestellten RS1000 auf den Markt, den ersten und einzigen Rennwagen der DDR mit Straßenzulassung. Vom ihm wurden 101 Fahrzeuge gefertigt. Heute sind von dem sogenannten „Ferrari des Ostens“ noch etwa 90 Autos existent. Das DDR-Kultauto mit Mittelmotor und Glasfaserverstärkter Polyester-Karosserie fällt vor allem durch seine Flügeltüren und seine tiefe Lage mit nur zehn Zentimeter Bodenfreiheit auf. Motor und Chassis stammten vom Wartburg 353. In der Standardausführung bringt es der Zweisitzer auf 75 PS und etwa 165 km/h, die Rennversion auf rund 100 PS und etwa 200 km/h. Auch heute werden immer noch auf Bestellung etwa drei RS1000 pro Jahr original neu aufgebaut. 2009 präsentierte Melkus die Neuinterpretation, den RS2000, von dem 18 Exemplare gebaut wurden.

Bildnachweis: Roland Schreiber


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Armin Schwarz mit Trophy Truck

Als Special Guest empfängt die Motorworld Classics Berlin am 22. und 23. November um jeweils 12 und 15 Uhr in Halle 21 den deutschen Rallyefahrer Armin Schwarz. Besucher dürfen sich außerdem auf einen seiner imposanten Trophy Trucks freuen, den der Rallyepilot zur Sonderschau mitbringt. Im Rallye- und Offroad-Rennsport ist Armin Schwarz schon lange ein bekanntes Gesicht – national wie auch international. Im vergangenen Jahr feierte er den Sieg in der Legends Class bei der Baja 1000 in Mexiko, die zu den längsten und härtesten Auto- und Motorradrennen der Welt zählt. 1987 und 1988 wurde Armin Schwarz Deutscher Rallyemeister, 1991 feierte er seinen größten Erfolg als Sieger der Rallye Spanien, zudem wurde er 1996 Europameister.

Bildnachweis: Martin Butzer/John Betzien


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Schleizer Dreieck mit MT 77  

Auch die Rennstrecke Schleizer Dreieck präsentiert sich auf der Sonderschau und hat einige interessante Fahrzeuge im Gepäck, darunter einen MT 77, ebenfalls aus dem Hause Melkus. Der Wagen wurde 1977 von den Rennfahrern Ulli Melkus und Hartmut Thaßler, dessen Fahrzeug mit der legendären Startnummer 92 zu sehen sein wird, entwickelt und gebaut. Der Fahrzeugname setzt sich aus den Initialen der beiden Fahrer zusammen, die 77 steht für das Erscheinungsjahr. Die Aerodynamik der Karosserie war für seine Zeit und die vorhandenen Mittel und Möglichkeiten in der damaligen DDR nahezu revolutionär. Antriebsbasis war der modifizierte und auf ca. 140 PS gebrachte Motor des Lada 1300. Das Getriebe stammte vom Wartburg 311. Der MT 77 gewann zahlreiche DDR-Meistertitel.

Bildnachweis: Rennstrecke Schleizer Dreieck


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Motorsport Arena Oschersleben

Als weitere Rennstrecke ist die Motorsport Arena Oschersleben präsent. Mit dabei hat sie zwei echte Hingucker, die von Mücke Motorsport Classic zur Verfügung gestellt werden: einen Alfa Romeo 155 V6 TI DTM. Der 420 PS-starke Rennwagen wurde 1994 von dem Rennfahrer Christian Danner gefahren. Zudem wird ein Ford Capri RS3100 Cosworth, den auch Niki Lauda und Klaus Ludwig zu ihrer aktiven Zeit gefahren sind, aus dem Jahr 1974 zu sehen sein.

Bildnachweis: Mücke Motorsport


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Oldtimer Trackdays

Darüber hinaus präsentiert sich das Unternehmen „Oldtimer Trackdays“. Wer selbst einmal mit seinem Klassiker auf die Rennstrecke will, ist hier an der richtigen Adresse. Oldtimer Trackdays bietet Besitzern von Oldtimern und Youngtimern die Möglichkeit, sich auf ausgewählten Rennstrecken sportlich zu bewegen. Nach Berlin bringen sie einen Classic Mini Cooper und einen Bergrennwagen Protoyp mit.

Bildnachweis: Oldtimer Trackdays


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Drei Räder und vier Weltrekorde

Mit dem dreirädrigen Cyclecar von Udo Wollbrink wird ein echtes Weltrekordfahrzeug auf der Sonderschau zu sehen sein. Er, zwei Tschechen und ein Engländer schrieben mit dem außergewöhnlichen Renngefährt 1989 auf der Rennstrecke im tschechischen Most Motorsportgeschichte. Die vier Männer fuhren mit ihrem bis zu 160 km/h schnellen Fahrzeug insgesamt vier Weltrekorde ein – den sechs-Stunden-, den 12-Stunden-, den 24-Stunden- sowie den 1000-Kilometer-Weltrekord. Auch wenn es knapp war: Auf nur noch einem Zylinder und lediglich mit einem Glas Benzin im Tank passierten sie die Ziellinie.

Bildnachweis: Udo Wollbrink


MOTORWORLD Classics Berlin

Messe Berlin ExpoCenter City
North Entrance
Messedamm 22
14055 Berlin

18. - 22. November 2020

Gala-Nacht der Boote und Oldtimer
18. November 2020, ab 18.00 Uhr

Publikumstage
Donnerstag, 19. bis Sonntag, 22. November 2020
Öffnungszeiten: 10.00 - 18.00 Uhr

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